Dienstag, 1. November 2011

Die Europa-WG...

Lezte Woche ein Gipfel, nachdem alles Friede, Freude, Eierkuchen war.

Morgen im Vorfeld des G20-Treffens der nächste (kleine) Gipfel - wahrscheinlich war der Eierkuchen zu klein.

Vielleicht sollten die entsprechenden Damen und Herren in eine WG ziehen? Zumindest bei Merkel und Sarkozy könnte sich das auszahlen...

Am besten noch Kameras in die WG, und wir haben eine Europa-Wirtschafts-Grusel-WG.

Bleibt nur mehr die Frage, ob die überhaupt noch jemand sehen will...

Samstag, 29. Oktober 2011

Quantenphysik ist cool...

... und nicht nur, weil man's dabei recht gern recht kalt hat. Videos wie das hier (quantum levitation):


zeigen erst, wie unglaublich unsere Realität ist.

Erklärungen gäb's hier (vom Verstehen red' ich jetzt eh nicht):

Freitag, 28. Oktober 2011

Kehren wir doch die Polarität um...

am besten die vom Deflektorschirm. Das hat schon manchen Handlungsstrang im Startrek-Universum gerettet.

Warum das im "echten Leben"(TM) keine so gute Idee ist, das ist hier zu sehen:


Mehr Bilder von dem Unglück gibt's hier: http://imgur.com/a/JSntv.

Wenn ich das nächste mal Starthilfe geb', seh ich mir die Kabel und die Polarität mindestens drei mal an...

Montag, 3. Oktober 2011

Annahmen und Realität bei der Lastabschätzung von für die Bürger bereitgestellte Informationsseiten...

Zuerst der Spritpreisrechner, jetzt der Gehaltsrechner (am 3.10.11 um ca. 21:45):


gefolgt von "Error establishing a database connection".

Da scheint noch immer jemand massiv zu unterschätzen, was die Leute so interessiert... dass das eigene Gehalt dazugehören könnte, ist natürlich wirklich überraschend.

DDOS made by gv.at ;)

Mittwoch, 28. September 2011

O Du mein Österreich...

... ganz so schlimm ist es aber nicht. Vor allem so Initiativen wie die hier - MeinOE - lassen noch Hoffnung zu.

Die irgendwie suggerierte Abkürzung  MOE klingt aber schon ein wenig unglücklich - ein bisschen wie Muh. Hoffentlich war das nicht beabsichtigt...

Trotzdem - unterstützenswert!

Dienstag, 20. September 2011

HTC Desire als Wegwerfprodukt?

Kürzlich entdeckte ich, dass die Seite http://www.htc.com/de/help/ ein neues Design aufweist. Leider musste ich auch entdecken, dass mein nicht einmal zwei Jahre altes HTC Desire unter den verfügbaren Mobiltelefonen nicht mehr angezeigt wurde.

Warum interessiert mich das?
  • Ich kaufte das HTC Desire ca. im Mai 2010 für ca. Euro 200. Dieser Preis entstand durch eine Provider-Subventionierung.
  • Im Gegenzug für die Subventionierung band ich mich zwei Jahre an den Provider.
Nun schreiben wir September 2011, es sind noch nicht einmal eineinhalb Jahre vergangen und die aktuelle Situation sieht wohl so aus:
  • Das HTC Desire bekommt keine Software Updates (neuere Android-Versionen) für Anwender mehr, weil sein Hauptspeicher nicht ausreicht (siehe z.B. http://www.golem.de/1108/85392.html)
  • Fehler in den verschiedenen Anwendungen werden somit wohl eher nicht mehr behoben.
  • Das Desire bekommt scheinbar auch keinen direkt erreichbaren Support mehr. In der Auswahlliste auf http://www.htc.com/de/help/ taucht das HTC Desire jedenfalls nicht mehr auf (wie bereits erwähnt). Eine Suche nach HTC Desire liefert zwar einen Eintrag (http://www.htc.com/de/help/htc-desire/), aber bei den Benutzerhandbüchern gibt es nur mehr die englische Version und im Überblick steht dann auch schon das HTC Desire Z Handbuch. Das mag zwar ähnlich sein, aber eben nicht gleich.
Ich habe also ein Mobiltelefon, das a) mit jedem Tag anfälliger für Sicherheitslücken wird, weil diese und andere Probleme nicht behoben werden können (zumindest gerade eben waren jedenfalls keine Updates für mein Desire verfügbar) und das b) noch einige Zeit durchhalten sollte.

Für mich als Kunde heißt das, dass ich mit dem Produkt eine Fehlentscheidung getroffen habe, denn die Produkteigenschaften halten nicht einmal über die Vertragsbindungsdauer des Providers von zwei Jahren. Mir ist durchaus klar, dass wir in einer Zeit der schnelllebigen Produkte und der kurzen Produktzyklen leben, doch zumindest die von verschiedenen Providern verwendeten Vertragsbindungsfristen sollte so ein Produkt er- wenn nicht sogar überleben - zumindest ein wenig - viel erwartet man sich in der Hinsicht heutzutage sowieso nicht.

Und jetzt?

Bei der Auswahl des nächsten Mobiltelefons werden HTC Telefone wohl mit einem Abschlag bewertet, falls überhaupt (bei aktuellen HTC Modellen muss ich schließlich auch annehmen, dass ich sie früher als in zwei Jahren austauschen werde müssen. Andere Information kenne ich dazu leider nicht). Zum Glück ist HTC ja nicht der einzige Anbieter im Mobiltelefonmarkt...

Donnerstag, 15. September 2011

"The Details are everything"...

Sprache ist etwas Wunderbares, vor allem in ihren subtilen Bedeutungsunterschieden:
Griechenland sei ein „unzertrennlicher“ Teil der Euro-Zone, versuchten Merkel und Sarkozy jegliche Unsicherheiten auszuräumen, dass Athen nun in die Pleite geschickt werde. So orf.at am 15.9.2011 auf "Sorge um Europas Banken". 
Merkel und Sarkozy versuchen also Unsicherheiten auszuräumen. Wenn das ihre Absicht war, dann ist ihnen das aber echt geglückt, gratuliere - oder dem Journalisten, der das geschrieben hat.

Denn wenn Griechenland als Ganzes aus der Eurozone ausgeschlossen wird, dann ist es immer noch unzertrennt - nur halt draußen. Unsicherheiten ausräumen sieht anders aus.

Im Gegensatz dazu schreibt n.tv: "Im Gegenzug versichern Merkel und Sarkozy, dass Griechenland untrennbarer Teil der Eurozone ist.". Klingt schon ganz anders.

Die Presse schreibt wieder:
"... haben alle betont, dass Griechenland unzertrennlicher Teil der Eurozone ist"
Wenn über ein Telefonat so unterschiedlich berichtet wird, darf es einen nicht wundern, wenn keiner weiß was Sache ist...

Dazu kann man nur sagen:
"In my experience, if you can't say what you mean, you can never mean what you say. The details are everything." – Durano to Londo, Into the Fire, 2261

Dienstag, 13. September 2011

Wunsch ans GUI-Christkind

Wer kennt das nicht: Da gibst Du einem Programm einen Befehl und es beginnt seine Arbeit. Ein Dialog erscheint und zeigt an, dass die Operation furchtbar lange dauert, wie z.B. in Bild 1:

Bild 1: Standard-Dialog
Du arbeitest weiter und irgendwie passiert es, dass Du versehentlich den Abbruch-Button des Dialoges der langen Operation drückst, der 10 Sekunden vor fertig werden war. Also, Zeit verloren, Ärger gefunden - und von vorn...
Oder der Dialog bekommt irgendwie den Fokus, während man gerade tippt - Ergebnis meistens wie vorher.

Darum mein Wunsch ans GUI-Christkind:

Es gibt ja diese Schalter, die eine Schutzkappe gegen versehentliche Bedienung haben, damit man nicht versehentlich die Raketen abfeuert oder das Kommandomodul von Apollo 13 abtrennt (obwohl, da war es wohl bloß ein Zettel).
Ich hätte gerne einen Dialog, der mit diesem Schutz gesichert wird, und schon kann er nicht mehr versehentlich abgebrochen werden.
Das ganze könnte dann so ablaufen:
  • Zu Beginn sieht der Dialog wie in Bild 2 aus.
Bild 2: Cancel entsichert
















  • Nach ein paar Sekunden, während der Dialog aktiv war, sichert er sich selbst und sieht aus wie in Bild 3.
Bild 3 Cancel gesichert
  • Will ich nun den Vorgang abbrechen, dann klicke ich auf die Schutzkappe über dem Button und die Schutzkappe geht hoch (animiert oder nicht, egal), sozusagen. Das Ergebnis ist wieder der Dialog wie in Bild 2. Das Hochklappen kann ruhig eine Sekunde dauern, oder zumindest länger als das Doppelklick-Intervall - nicht dass ich dann versehentlich doppelklicke und mir den Schutz selbst aushebele.
  • Jetzt kann ich den Cancel-Button drücken und der Vorgang läßt sich abbrechen.
Wär eine einfache Lösung, die Symbolik wär auch bekannt und der Mechanismus könnte so manches Ärgernis verhinden. Man könnte den Dialog noch so erweitern, dass er sich nach einer Entsicherung wieder automatisch sichert, falls der Benutzer länger nichts mehr macht mit dem entsicherten Dialog.

Mal sehen, wann mir das GUI-Christkind diesen Wunsch erfüllt und ich das das erste mal in der freien Wildbahn sehen werde...

PS: So könnte man auch andere Buttons sichern, z.B. den Auflegen-Button an einem Mobiltelefon
P2S: Falls das noch nie in einem Patent beschrieben worden ist, dann ist das jetzt prior art, veröffentlicht und somit nicht mehr patentierbar.


Montag, 1. August 2011

HTC Desire im Jahre 2011

Im letzten Mai, als vor nicht ganz 1,5 Jahren, schrieb ich über mein – damals neues – HTC Desire.
Ich schrieb auch "das Verlangen nach dem perfekten Smartphonestillt das Desire leider noch nicht".

Nun ist August 2011, und auf den diversen Nachrichtenkanälen erscheinen verschiedene Nachrichten:
Vom perfekten Smartphone entfernt sich das Desire somit immer weiter.

Fakt ist: Man kann ein nicht einmal eineinhalb Jahre altes Handy nicht mehr auf die aktuelle SW-Version aktualisieren.

Das mögen manche nicht tragisch finden, denn immerhin funktioniert das Teil ja mit der Version 2.2/Froyo auch recht gut. Irritierend finde ich aber trotzdem, dass mein Handy nicht einmal die zwei Jahre Vertragsbindung, die es mich unter anderem gekostet hat, durchhält. Interessanterweise ist mir außerdem noch nirgends der Aspekt der Gewährleistung im Zusammenhang mit dem SW-Update untergekommen.

Normalerweise rät man Kunden, wenn Sicherheitslücken in Systemen entdeckt werden, doch dazu, Ihre Software auf dem aktuellen Stand zu halten oder zu bringen und Schutzsoftware einzusetzen.
Nun rät HTC aber Kunden explizit davon ab, die aktuelle Version einzusetzen und warnt sogar vor Datenverlust, Funktionsminderung und sogar Garantieverlust.

Was passiert nun, wenn ein Kunde innerhalb der Gewährleistung einen Schaden auf Grund einer Sicherheitslücke der Android Version 2.2 erleidet, der mit 2.3/Gingerbread zu vermeiden gewesen wäre? Ist der Kunde schuld, weil er nicht die aktuelle Software aufgespielt hatte, obwohl HTC die Software als "nur für Entwickler" gekennzeichnet hat? Oder trägt HTC zumindest eine Mitschuld, weil sie ein Gerät entworfen haben, dass nicht einmal die gesetzliche Gewährleistungsfrist von zwei Jahren durchhalten kann? Werden sie also 2.2 patchen und verteilen?

Vielleicht sind das Fragen, die noch den Konsumentenschutz beschäftigen werden – spannend finde ich sie auf jeden Fall.

Meiner Meinung machte es HTC sich auf jeden Fall schon sehr einfach mit der Speicherausstattung des Desire. HTC hatte sich wohl Bill Gates zum Vorbild genommen, der auch schon mal meinte, 640k seien genug Speicher für jedermann. Der richtige Ansatz zur Kundenbindung scheint es auf jeden Fall nicht zu sein.



Es wird wohl zumindest einen weiteren Blogeintrag geben, mit dem Titel "HTC Desire im Jahre 2012". Vermutlich wird dann allerdings nur mehr "R.I.P." im Text stehen.

Sonntag, 31. Juli 2011

Berichterstattungsqualität

Das ein Online-Medium mitunter schnell publizieren will, ist ja schön und gut. Ein Minimum an Sorgfalt kann man aber schon erwarten. Sonst passiert eine Berichterstattung wie die folgende:

Auf der news.orf.at Startseite, am 20.7.2011
Puh - da steht, ein Gastank in Linz ist leck. Das könnt' gefährlich werden, Stadt, viele Leute - klick'ma mal.


Äh - ist das noch die richtige Meldung? Die Überschrift passt ja, aber plötzlich sind wir in Linz-Land, in Hargelsberg. Nichts gegen Hargelsberg, ist eine schöne Gegend, aber die Gemeinde hat ca. 1200 Einwohner und über 10km von Linz entfernt. Die mit Linz zu verwechseln ist schon schwer... oder ist der Gastank für Linz auch noch bedrohlich?

Wohl nicht, denn so geht's dann weiter:


Zuerst waren es noch 5000 Liter, die  im Tank waren, zum Schluß hätten die 10000 Liter eine ganz schöne Katastrophe anrichten können.

Wenn der ORF schon bei so einfachen Meldungen so schlampt, möchte ich nicht auf die Qualität der anderen Artikel schließen müssen...

Wenigstens ist die finale Meldung dann besser...

Sonntag, 24. Juli 2011

Moderne Kunst...

... aus Babyspielzeug.

Man sollte Herstellerhinweisen glauben. Zumindest, wenn irgendwo klein gedruckt steht, dass das Teil eine Dampfsterilistation nicht aushält.

Blöd nur, wenn man das erst zu spät liest:



Immerhin, der Beißring würde auch in die Area 51 passen...

Donnerstag, 21. Juli 2011

Epitaph: Foolish humans, never escaped Earth.

Das Ende einer Ära:  Godspeed, Space Shuttles...



Falls jemand der Werbebeginn stört, das Video gibt's auch direkt bei Golem.de.

PS: Titel: Vernor Vinge

Sonntag, 17. Juli 2011

Kafka lässt grüssen...

Wie verringert man Bürokratie?

Der RFS hatte bei den ÖH-Wahlen 2011 die Lösung gefunden: Man setzt ein Anti-Bürokratie-Referat ein.

Immerhin: Wie Bürokratie funktioniert haben sie schon verstanden. Das allein lässt für die Zukunft aber noch nichts Gutes ahnen...

Mittwoch, 13. Juli 2011

DS Schönbrunn

Die DS Schönbrunn ist das letzte Dampfschiff, welches auf der Donau unterwegs ist. Fast 100 Jahre, mit wechselhafter Geschichte, ist es mittlerweile mehrmals im Jahr auf der Donau unterwegs, betrieben von Freiwilligen. Der Liegeplatz ist in der Nähe des AEC, gut zu sehen ist die DS Schönbrunn von oben auch auf Google Maps.

Für Technikbegeisterte - zumindest für solche, die sich auch für ältere und alte Technik begeistern können - ist die Schönbrunn eine wahre Fundgrube.

Zum Appetit anregen gibt's hier erst einmal ein Foto aus der "Hölle", dem Kesselbereich der Schönbrunn: Zwei der Brenner zum Dampf erzeugen.



Weitere vom technischen Innenleben sind auf Flickr zu finden.

Mehr Infos zur DS Schönbrunn und zum Fahrplan sind bei der Ögeg zu finden.

Freitag, 8. April 2011

Urheberrecht und stumme Kinder...

 Die Ausbeutung des intellektuellen Eigentums kennt keine Grenzen. Die Musikpiraten schreiben
Im Auftrag der VG Musikedition hatte der Verein deutschlandweit Kindertagessstätten angeschrieben. In dem Schreiben machte die GEMA darauf aufmerksam, dass das Anfertigen von Kopien von Notenblättern einer Genehmigung der Rechteinhaber bedarf. Auch ein Angebot war gleich parat: 56€ plus Mehrwertsteuer für 500 Kopien. Für die Kinderbetreuungseinrichtungen stellt dabei weniger das Geld ein Problem dar, als mehr der Verwaltungsaufwand, der notwendig wird. Jede einzelne Kopie muss an die GEMA gemeldet werden, damit diese mit der VG Musikedition korrekt abrechnen kann.
Damit es nicht dazu kommt, das Kinder demnächst vor dem Singen von Liedern ein Ticket bei einem Gebührenautomat lösen müssen, haben die Musikpiraten gleich ein Buch mit Liedern zusammengestellt, deren Verwertungsrechte bereits verfallen sind.

Ein großartige Idee, die man nur unterstützen kann.

Die Links zum Buch zum Selbstausdrucken oder online lesen findet man im Artikel "Druck der 50.299 Bücher mit gemeinfreien Kinderliedern angestossen".

Freitag, 25. Februar 2011

Die Rentiere von St. Matthews

Vor kurzem bin ich auf eine interessante Geschichte gestoßen, auch wenn diese selbst schon lange zurück liegt.

Was passiert, wenn man Tiere mit genügend Nahrung sich selbst überläßt? Regelt die Natur alles und alles wird gut? Oder wie wird es? Glücklicherweise brauchen wir das nicht mehr auszuprobieren, denn so ein Experiment hat schon stattgefunden. Es lief im wesentlichen zwischen 1944 und 1964.

1944 verfrachtete die US-Küstenwache 29 Rentiere der Insel Nunivak auf einen Lastkahn und transportierte sie nach Norden auf die Insel St. Matthew, mehr als 320 km entfernt und einer der abgelegensten Orte in Alaska. Die Küstenwache hatte Anfang des Jahres ein Funknavigationssystem auf der Insel errichtet, zusammen mit 19 Männern als Besatzung. Die Rentiere sollten als freilebende Nahrungsquelle dienen, sollten die Versorgungssendungen für die Männer ausbleiben. Nicht viel später, als der 2. Weltkrieg zu Ende war, wurde die Station aufgelassen und die Männer verließen die Insel. Kein Rentier war von ihnen erlegt worden und die Tiere fanden sich alleine auf einer Insel ohne natürliche Feine wieder, die voll von Flechten war, der Hauptfutterquelle der Tiere.

1957 besuchte der Wissenschafter Dave Klein mit einem Assitenten die Insel und zählte dabei ca. 1300 wohlgenährte Rentiere, die offensichtlich von den im Überfluss vorhandenen Flechten hervorragend versorgt wurden.

1963 zählte er bei einem erneuten Besuch ca. 6000 Rentiere, allerdings waren die Flechten fast verbraucht und die Tiere ernährten sich hauptsächlich von Gras. Die Tiere waren wegen der großen Futterkonkurrenz bereits nicht mehr so wohlgenährt.

1966, drei Jahre nach seinem letzten Besuch, war Dave Klein wieder auf der Insel. Die Herde war von ca. 6000 auf 42 Tiere geschrumpft, davon ein Männchen, welches wahrscheinlich nicht fortpflanzungsfähig war, da es offensichtliche Fehlbildungen hatte. Rentierskelette lagen über die Tundra verstreut.

Was war passiert?

Wetteraufzeichnungen von der nächstgelegenen Wetterstation ließen auf einen extrem harten Winter 1963/64 schließen. In diesem Winter zogen Stürme der Hurrican-Kategorie 3 über die Insel, es herrschten auf Grund des Wind-Chill-Effekts Temperaturen um gefühlte -50° Celsius und es gab mehr als drei Meter Schnee, der die Nahrung verdeckte. Dies alles führte dazu, dass nur 42 Rentiere den Winter überlebten. Die restlichen verhungerten und erfroren.

In den 1980ern starb die Rentierpopulation aus.

Wer das genauer nachlesen will, hier die Quellen: Wikipedia zu St.  Matthews, Alaska Dispatch [3] bzw. der Forschungsaufsatz aus dem Jahr 1968 [1]. Es gibt sogar einen sehr guten Comic darüber [2].

Was kann man aber daraus lernen? Nun, a) Der Natur ist es offensichtlich egal, ob und wieviele Rentiere überleben oder nicht. b) Rentiere haushalten nicht mit ihren Nahrungsvorräten. c) Ein harter Winter reicht, um eine große Population von Rentieren auszulöschen. d) Eine Insel hat nur begrenzte Ressourcen, und kann nur eine begrenzte Anzahl von Lebewesen ernähren.

Eigentlich leben wir auch auf einer Insel, nur nennen wir sie Erde. Wir sollten nicht die gleichen Fehler machen wie die Rentiere …

Verweise

[1] Klein, David R.: The Introduction, Increase, and Crash of Reindeer on St. Matthew Island. In: The Journal of Wildlife Management 32 (1968), April, Nr. 2, 350–367. http://dx.doi.org/10.2307/3798981. – DOI 10.2307/3798981. – ISSN 0022541X 

[2] McMillen, Stuart: St. Matthew Island. http://www.recombinantrecords.net/2011/02/09/st-matthew-island/. Version: Februar 2011 

[3] Rozell, Ned: What wiped out St. Matthew Island’s reindeer? Version: Oktober 2010. http://www.alaskadispatch.com/article/what-wiped-out-st-matthew-islands-reindeer?page=0,0

Samstag, 19. Februar 2011

Die Kinder sind unsere Hoffnung(1)...

 ... der Satz klingt eigentlich sehr positiv. Aber heißt das nicht auch, dass wir für uns keine Hoffnung mehr haben?

"Kinder sind unsere Zukunft" ist in der Hinsicht auch nicht viel besser, denn wir werden auch noch einige Zeit unsere Zukunft sein.


Manchmal soll man über Sätze wohl nicht allzugenau nachdenken ...

(1) wer's nicht glaubt, das sagt sogar der Herr BP.

Dienstag, 8. Februar 2011

AdSense...

... mal lernen, was das so kann - also nicht wundern ;)

Im Notfall Glas einschlagen...

... wenn einem aber das teure Handy dazu zu schade ist, geht's auch anders.

Falls man je bei einem Unfall oder so so schwer verletzt wird, dass man niemand mehr mitteilen kann, wen man in diesem Fall informieren soll, und auch sonst keine Ausweise dabei hat, hat man vielleicht ein weiteres Problem: Wie werden die notwendigen Leute informiert?

Abgesehen von einfachen Lösung, einen Zettel mit eventuellen Kontaktdaten bei sich zu haben, gibt's natürlich auch eine moderne Lösung:  ICE-Nummern für's Handy - man markiert einen Kontakt mit ICE (in case of emergency) oder mit IN (Im Notfall) und schon weiß der Helfer, Sanitäter oder sonst wer, wer anzurufen ist.

Abgesehen davon, dass ICE-Nummern auch ein Mißbrauchspotential aufweisen, ist es auch blöd, wenn das Handy mit PIN gesperrt ist - dann bleibt jede ICE-Nummer gut versteckt.

Wenn man sowas aber haben will, dann gibt's zumindest für Android-Handies eine interessante Lösung: Die Gratis-App In Case Of Emergency. Hier kann man Kontakte hinterlegen und Notizen angeben - sogar medizinische Daten (dafür wart' ich wohl lieber auf die e-card). Leider sieht man die Daten (noch) nicht, wenn das Fon gesperrt ist - und das ist im Notfall auch eher doof.

Da hiflt dann z.B. der WidgetLocker, der ein Widget auf der Lock-Seite anzeigen kann. Kostet zwar ein wenig, könnte aber sinnvoll sein.

Trotz alledem: Glück auf allen Wegen, damit das nicht notwendig wird...

Samstag, 29. Januar 2011

Egypt: We will not be silenced...

Das könnte der Spruch von 2011 werden:

"We will not be silenced. Whether you're a Christian, whether you're a Muslim, whether you're an atheist, you will demand your goddamn rights, and we will have our rights, one way or the other! We will never be silenced!"

Youtube video direkt zum Zitat bie 0:45 springen oder hier ganz ansehen:

Dienstag, 18. Januar 2011

Die Inflation und der Warenkorb...

"Es war einmal ..."

Das kennen wir, so fangen Märchen an. Mancher Statistik sollte man diesen oder einen ähnlichen Satz voranstellen, vielleicht wären die Menschen dann mit Statistiken etwas vorsichtiger.

Eine wichtige Statistik, die die Menschen immer wieder bewegt, ist der Verbraucherpreisindex - z.B. der VPI 05, in dem 770 Waren und Dienstleistungen enthalten sind.

In diesem Kontext taucht auch oft die "gefühlte Inflation" auf - und dass diese viel höher ist als die echte. Das liegt hauptsächlich daran, dass man nicht ständig die 770 Waren und Dienstleistungen braucht. Es gibt z.B. die Position Mikrowellenherd (in der Auflistung der Waren im Warenkorb und deren Gewichtung), diese ist mit 0,0089% im VPI 05 enthalten. Da ich z.B. sowas nicht brauch, ist mir die Preisentwicklung davon ziemlich egal. Brot ess ich recht gerne, da ist im VPI 05 z.B. Spezialbrot mit 0,2982% enthalten, das wird mich also schon eher betreffen. Darum gibt's ja auch spezielle Indices, wie z.B. den für Pensionisten.

Interessant ist in dem Kontext, dass sich dieser Warenkorb alle 5 Jahre ändert, so wird z.B. die erwähnte Mikrowelle im VPI 10 mit 0,0065% Anteil im Warenkorb enthalten sein - scheinbar sind Mikrowellen nicht mehr so wichtig.

Falls man sich jetzt aber nicht auf die gefühlte Inflation verlassen will (die offensichtliche wie bei Treibstoff fällt eh genug auf), bin ich vor kurzem auf folgende Idee gestoßen:
Man bastelt sich einfach seinen eigenen Warenkorb. 
Das ist jetzt einfacher, als es klingt. Alles, was man dazu braucht, ist eine List von Dingen, die man regelmäßig kauft und die man auch wirklich (ver)braucht. Diese Dinge kauft man dann z.B. regelmäßig jedes Monat und hebt sich die Rechnungen auf.

So kann man schnell und einfach sehen, ob einen die Versprechen der diversen Geschäfte wie "keine Preiserhöhung seit xx Jahren" wirklich was bringen und ob die persönlichen Kosten wirklich so steigen wie alle sagen.

Angeblich machen das auch schon einige Leute... jetzt muss ich mir nur mehr eine Einkaufsliste zusammenstellen und einkaufen gehen - schon bin ich meine eigene Statistikbehörde mit meinem eigenen VPI ;)

Montag, 17. Januar 2011

Bildungsstadtrat: "Latein ist nicht mehr zeitgemäß" ...

Ganz komme ich wohl doch noch nicht los vom Thema Latein. Das liegt wohl auch daran, dass in dem aktuellen Presse-Artikel Bildungsstadtrat: "Latein ist nicht mehr zeitgemäß"die Diskussionswogen ganz schön hoch gehen.

Offensichtlich bewegt doch noch einige Menschen mehr das Thema - wobei die Kommentare eher Pro-Latein sind und scheinbar mit viel Emotionen verbunden sind.

Neue Argumente sind aber nicht dabei (oder ich hab sie nicht gefunden) ... schade eigentlich.